Am 22.12.2007 gegen 15:15 Uhr landeten wir an einem kleinen Flughafen in Mulu und nachdem wir unser Gepäck in Empfang genommen haben sind wir auf der Ladefläche eines Pick-ups zum Gunung Mulu National Parc gefahren.
Das ist die besagte Fokker 50.
Die drei habe ich zugenüge vorgestellt.
Hier geht es auf der Ladefläche eines Pick-ups zum Park.
Der Gunung Mulu National Parc ist 2000 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden, Namensgeber ist übrigens der mit 2376 Metern höchste Berg Sarawaks, der Gunung Mulu (Gunung ist das malaiische Wort für Berg). Der 544 km² große Nationalpark mit tropischem Regenwald bedeckt, der von vielen Flüssen durchzogen wird. Bei Ankunft checkten wir erst mal in das günstigere Hostel im Park ein, welches aus 14 einzelnen Betten in einem großen Raum bestand. Als das erledigt war erkundigten wir uns am Infoschalter, was wir denn heute noch unternehmen und uns ansehen könnten. Da jedoch die meisten Touren am Morgen starten und man für fast alle Sehenswürdigkeiten im Park einen Guide braucht, konnten wir uns nur noch die abendliche Futtersuche der Fledermäuse angucken. Dafür mussten wir per pedes zur Deer Cave, wo in etwa 3 Millionen Fledermäuse zu Hause sind und diese jeden Abend gegend 17 und 18 Uhr die Höhle verlassen und in Schwärmen auf die Jagd nach Insekten gehen. Der 3,8 km lange Weg zur Deer Cave führte über einen Holzsteg mitten durch den Regenwald bis hin zu einer kleiner Hütte mit Bänken zur Beobachtung des nächtlichen Treibens.
Unsere Schlafplätze im Parkhostel.
Wenn man genau hinguckt, kann man den Schwarm der Fledermäuse auch sehen
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Nachdem wir uns die Nahrungssuche der Fledermausschwärme angeguckt hatten und langsam die Dämmerung einsetzte, entschlossen wir zurück zum Parkcafe zu gehen, dort etwas zu essen und uns weitere Infos zu den Aktivitäten im Park zu holen. Vollgepackt mit Broschüren legten wir uns in unsere Betten und planten den nächsten Tag.
Erste Anlaufstelle am Morgen des 23.12.2007 war die Parkverwaltung, wo wir uns über den Headhunters-Trail informieren lassen und eine Tour für den Tag buchen wollten. Wir fragten nach ob es möglich wäre am 24.12. den Headhunters-Trail zu starten, einen Tag im Camp 5 zu übernachten, dann weiter den Headhunters-Trail zu gehen und letztendlich 2 Tage im Longhouse zu bleiben. Da jedoch die meisten Guides des Parks über Weihnachten bei ihren Familien waren, telefonierte er kurz mit einem externen Guide, den wir dann nach dem Frühstück treffen sollten. Also ging es zurück zum Parkcafe, Toast mit Marmelade eingeschoben und dann zum Treffen mit Larry.
Es war 10 Uhr und wir trafen Larry, ein kräftig gebautes Kerlchen, mit unserem Guide Robin im Schlepptau. Außerhalb des Parks sind wir in Restaurant gegangen und machten uns gleich an die gemeinsame Planung. Nachdem wir alles besprochen hatten, rechnete Larry alles zusammen und kam auf 500RM pro Nase. Deal! Danach erzählte Larry noch einen Schwank aus seiner Jugend, und dass sich doch alles verändert hätte. Die Köpfe der erschlagenen Gegner dürfte man, seitdem die Engländer das Land regierten, nicht mehr ins Haus als Trophäe hängen und seitdem das Fernsehen Einzug in die meisten Longhouses genommen hat, würden sich die Jungen mehr für Baywatch und Pamela Anderson interessieren als für den Erhalt der eigenen Traditionen. Zwischendurch erzählte er noch das Borneo total verrückt wäre, ebenso wie Deutschland, weil man ja bei uns ohne Geschwindigkeitsbegrenzung über die Autobahn brettern dürfe
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Als dieser Trip für die nächsten Tage unter Dach und Fach war, wollten wir uns die einzige Tropfsteinhöhle des Parks angucken, die man ohne Guide besichtigen darf. Die Moonmilk Cave liegt 2,8km vom Headquarter entfernt und ist leicht zu Fuß zu erreichen. Bevor man aber die in der Höhle befindlichen Stalaktiten (von der Decke hängender Tropfstein) und Stalakmiten (vom Boden aufwachsender Topfstein) besichtigen kann, muss man zuerst 428 Stufen hintersich lassen um zum Eingang zu gelangen.
Da wir nach der Besichtigung der kleinsten Tropfsteinhöhle des Parks noch nicht genug hatten, startete um 14:30 Uhr die Besichtigung der Deer und Langs Cave. Nach wiederum 3,8km erreichten wir den Eingang der Langs Cave, welche zwar ebenfalls klein ist, dafür aber regelrechte Tropfsteinteppiche und kleinere Seen zu bieten hat.
Mit etwa 20 Leuten haben wir die Deer and Langs Cave besichtigt, wobei die älteren Semester die ganze Prossesion aufgehalten haben.
Stalaktiten der Langs Cave!
Und ein kleiner See innerhalb der Langs Cave.
Von der Langs Cave ging es dann weiter in die 100m entfernte und weitläufige Deer Cave ("Hirschhöhle), welche man auf einem 800m langen Pfad höhleneinwärts besichtigen kann. Zudem ist diese Passage die Längste zu bisichtigende Höhlenpassage der Welt. In der Deer Cave hängen dann auch die 3 Millionen Fledermäuse von der Decke, die wir den Tag zuvor bei der nächtlichen Nahrungssuche beobachteten. Am Ende des Höhlenpfades befindet sich der geheimnisvolle "Garten von Eden", der durch eine in 60m Höhe liegende "Dusche" bewässert wird und über dem Südeingang wacht das berühmte Profil Abraham Lincolns, aber das bekommt ihr auf den folgenden Fotos alles nicht zu sehen
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Die Höhle ist 2km lang und 90m breit und hoch!
Da wir uns nach der Besichtigung der beiden Höhlen nicht mehr an der Geschwindigkeit der Gruppe halten wollten, verabschiedeten wir uns vorzeitung und gingen zum bereits geschlossenen Canopy Walkway, der mit 480m der längste Hängebrückenweg in den Baumwipfeln in Sarawak ist. Wir standen also vor verschlossenen Türen, was uns aber nicht abhalten sollte trotzdem zu den Hängebrücken empor zu gelangen.
Das ist mal ein Baum!
Es war ein riesen Spaß auf den Brücken in den Baumkronen entlang zu wandern und der Hauch des illegalen machte es umso spannender
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Den Rest des Tages ließen wir dann gemütlich ausklingen und freuten uns schon auf den morgigen Tag und den Start des Headhunter-Trails.
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