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Headhunters Trail

jausen25 06 Januar, 2008 21:45 Borneo Permalink Trackbacks (0)

Für uns 3 hieß es an diesem Tag früh aus den Federn zu kommen, da wir Robin um 8:30 Uhr am Bootssteg des Parks treffen sollten. Etwa eine halbe Stunde später traf Robin sammt Langboot und 3 weiteren Parkbesuchern an Bord ein.

Zum vergrößern auf die Karte des Gunung Mulu Parks klicken.

Das Programm für den heutigen Tag sah wie folgt aus:

  • 9 Uhr Start vom Headquarter mit dem Boot
  • Besichtigung der Wind Cave, dann weiter mit dem Boot zur
  • Besichtigung der Clearwater Cave, danach mit dem Boot weiter zum
  • Startpunkt der 8km langen Strecke zum Camp 5 (rot gestichelte Linie, Start Kuala Litut)
  • Abends Weihnachten feiern

Nach ablegen vom Bootssteg führte uns unser Weg entlang des Melinau Rivers in ein 20 Minuten entferntes Dorf, wo wir einen kurzen Stop einlegten und die Möglichkeit bestand Handwerkszeug der Dorfbewohner zu kaufen. Darauf verzichteten wir jedoch dankend, schließlich waren wir hier nicht zum einkaufen, sondern auf den Spuren der Kopfjäger unterwegs Cool.

Ab geht der wilde Ritt im Langboot.

So parkt man ein Boot richtig ein.

Einige Hütten des ersten Dorfes! Unter anderem steht in unmittelbarer Nähe ein niegelnagel neues Longhouse, dass durch Fördergelder der Regierung erbaut wurde. Die beiden Langhäuser, die zuvor dort standen sind auf mysteriöse Weise abgebrannt.

Dieser Kollege saß in einem Käfig, der an einem der Stelzenhäuser befestigt war.

Von dem Dorf aus ging es weiter mit dem Boot zur Wind Cave, die eindrucksvolle Stalaktiten, Stalakmiten und Felsenkorallen schmücken, wleche sich zum größten Teil im "King's Room" befinden. Wie der Name schon vermuten lässt war es dort windig Laughing. Möchte euch aber an dieser Stelle nicht mit weiteren Höhlenfotos quälen, da die Stalakmiten und -titen in dieser Höhle nicht viel anderes aussahen, als jene des Höhlenforschungsblog. Wir ließen nach einem Rundgang durch die Höhle selbige auch wenig später mit dem Boot hinter uns und fuhren zur nächsten, der Clearwater Cave (120km Länge), die das umfangreichste Höhlensystem Südostasiens in sich beherrbergt. Am Fuße der Höhle ist ein Plateau mit einigen Holztischen und -bänken, der perfekte Ort um ein Picknick zu veranstalten und wie es der Zufall so wollte fand dieses wenig später statt. Zuvor bestand aber noch die Möglichkeit sich die nächste und für unseren Trip die letzte Höhle zu erkunden. Dafür musste man aber einige hundert Stufen den Berg hinauf bis man den Eingang erreichen sollte, was Dominic und mir einfach zu viel gewesen ist. Max hingegen war Feuer und Flamme, auch die letzte Höhle im Bild festzuhalten. Wir beiden anderen genehmigten uns erst einmal ein Tässchen Tee und sprangen danach ins kristallklare Wasser vor dem Plateau.

So hart kann ein Dschungeltrip sein.

Und ab ins kalte Badevergnügen.

Dort oben ist übrigens die Clearwater Cave.

Als wir so vor uns hin schwommen kam auch die Besichtigungsgruppe zurück und staunte nicht schlecht ob unserer Schwimmkünste. Einige ließen es sich dann auch nicht nehmen uns Gesellschaft zu leisten, woraufhin wir das kühle Nass wieder verließen und uns über das bereitgestellte Mittagessen hermachten.

Wenig später sollte unsere Reise per Boot weitergehen. Wir hatten Glück zu dieser Jahreszeit unseren Trip gebucht zu haben, da der Fluß zur Regenzeit mehr Wasser führt und wir aufgrund niederigen Wasserstandes im Sommer nicht dazu angehalten wurden, das Boot anzuschieben. Nach einer weiteren halben Stunde im Longboat peilte der Kapitän eine unscheinbare Stelle am Ufer des Flußes an, was zugleich der erste Kontakt meiner nun auf Trekking umgestellten Vans mit Schlamm und Wasser war. An dieser Stelle des Ufers sollte unsere 8km lange Wanderung durch den Regenwald zum Camp 5 starten. Der Weg war an einzelnen Stellen gekennzeichnet und somit viel die Orientierung relativ leicht, zudem wurde der Weg mit Steinen aus dem Fluß ausgelegt. Die Strecke durch den Regenwald war ansonsten unspektakulär, was uns dazu veranlasste dies als sportliche Herausforderung zu sehen und unseren Guide abzuhängen. Kurz die Schlagzahl der Schritte erhöht und wenig später war von unserem Guide Weit und Breit nichts mehr zu sehen.

Die 8km Strecke legten wir übrigens alle in Badehose zurück, was sich später als gute Wahl herausstellte.

Nach 1:54h liefen wir im Camp 5 ein, schmissen unsere Rucksäcke in die Ecke und sind runter zum Fluß baden gegangen. Eine halbe Stunde nach unserer Ankunft trudelte dann auch endlich unser Guide mit den Worten:"Also wenn ich gut drauf bin, brauche ich 15 Minuten für den Kilometer, aber ihr Verrückten braucht ja nur 10!" ein.

Ein Stück Seife lag auch zum baden parat.

Unser Quartier für den Heiligen Abend.

Frisch gebadet bezogen wir dann unseren offenen Schlafraum, welcher aus einer auf Holz gebetteten Sporthallenmatraze bestand, sonst nichts. In Badehouse ließen wir uns, am heiligen Abend, in einer Sitzgruppe vor der Küche nieder und begannen den mitgebrachten Jagertee mit heißem Wasser aufzubereiten, noch etwas weihnachtliche Musik aus dem Handy und der Abend war abgerundet.

Blick von unserem Schlafplatz aus. 

Über die Tatsache, dass wir unsere Weihnachtsmannmützen dabei hatten freuten sich die übrigen 3 Übernachtenden.

Hip-Hop in den Kopp Innocent.

Warm eingepackt schliefen wir von den Dschungelgeräuchen schnell ein.

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