Den Berg noch in den Knochen und Muskeln, begann dieser Morgen entsprechend spät und zudem wurde jeder Schritt gut überlegt. Nicht desto trotz mussten wir ja etwas zwischen die Zähne bekommen und dachten uns, dass der Wet Market genau die Richtige Adresse für ein verspätetes Frühstück ist. Dort angekommen, war das angrenzende Hawker Center wider erwarten geschlossen und somit nahmen wir mit einem der umliegenden Restaurants in den Straßen von K.K. vorlieb.
Die Speisekarte studiert, orderten wir auch gleich, aber alles was wir bestellten war einmal mehr nicht zu bekommen und oben drauf war Hari Raya, ein malaiischer Feiertag. Also gab es, dreimal dürft ihr raten - Mee Goreng
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Am heutigen Tag ging dann auch unsere Reise gen Süden los, welche wir mit der Eisenbahn von Kota Kinabalu nach Beaufort und dann weiter zur Insel Labuan antreten wollten. Kleiner Makel an diesem Plan war nur, dass die einzige Eisenbahnstrecke in Sabah instandgesetzt wurde und somit kein Zug die Gleise befahren konnte. Also entschlossen wir uns ein Boot zur Insel zu nehmen. Sobald wir unsere Wäsche aus der Wäscherei gegen 13 Uhr zurück erhalten sollten, sollte es auch losgehen. Wir packten unsere sieben Sachen zusammen und liefen zum Jesselton Point Ferry Terminal, wovon die Fähre etwa 1,5 Stunden nach Labuan brauchen sollte. Das Problem war nur, dass die letzte Fähre an diesem Feiertag bereits um 13:30 Uhr das Festland verlassen hatte und wir erst um kurz nach 2 am Hafen aufkreuzten. Es hatte den Anschein als wollte jemand nicht, dass wir K.K. verlassen. Letztendlich sind wir zum nächsten Busbahnhof gegangen, haben mit einem Taxifahrer über den Preis nach Menumbok, wo sich im übrigen das Fährterminal nach Labuan befindet, verhandelt und sind losgefahren.
Das war unser äußerst schweigsamer Taxifahrer. Lag vielleicht daran, dass er kein Wort Englisch sprach
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Nach einer 2-stündigen Fahrt entlang der Küste und der kurzfristig stillgelegten Eisenbahnstrecke, erreichten wir Menumbok, einem kleinen Fischer Dorf mit ca. 50 Häusern und einem Minihafen. Laut Lonley Planet sollte die letzte Fähre um 16 Uhr bereits abgelegt haben und da wir eine halbe Stunde später ankamen, dachten wir uns schon, dass wir in diesem Kaff auf der Straße schlafen müssten.
Zum Glück interessieren sich die Leute hier aber weder für Sauberkeit und Mülltrennung, noch für terminierte Abfahrtszeiten, hier legt die Fähre erst ab, wenn genug Passagiere an Bord gegangen sind! Unsere Tickets haben wir an einem Tisch mit ca. 6 Zwielichtigen Gestalten gekauft und hofften nur, dass uns das Boot auch zum Zielort bringen würde. Zu fünftzehnt waren wir dann im "Speedboot" eingefercht und eine halbe Stunde später, mit einem kleinen Zwischenfall erreichetn wir Labuan. Der Kapitän des Bootes hatte offensichtlich ein im Wasser treibenden Baumstamm übersehen und ist mit voller Geschwindigkeit drüber gefahren. Natürlich hat dies der Schiffschraube nicht geschmeckt und sie streikte kurz vorm Anlegepunkt. Das Problem war aber schnell behoben und es konnte weiter gehen.
Ein alter Kahn im Hafen von Menumbok.
Ein Blick auf das Fischerdorf.
So wird hier Müll entsorgt!
Auf dem Weg zum Speedboot...
...und das hier ist das Prachtstück...
...jeder Platz wird genutzt.
Hier versuchen die Jungs den Motor vom Holz zu befreien.
Labuan liegt vor der Küste des Sultanats Brunei und dessen Zugehörigkeit ist zwischen dem malaiischen Bundesstaat Sabah und Brunei umstritten, weswegen Labuan den Status eines Bundesterritoriums erhielt und dort Waren Zollfrei angeboten werden dürfen. Malaysia versucht Labuan als Perle Borneos zu vermarkten, aber leider merkten wir davon nicht viel.
Noch schnell ein Foto mit den freundlichen Zollbeamten!
Am Hafen erkundeten wir uns nach einem günstigen Hostel und wurden zugleich von einem draussen wartenden Hostelbsesitzer zu einem geführt. Nach einer Rauminspektion entschlossen wir uns nochmal weiter zu gucken, da das 12 Bettzimmer keine Möglichkeit bot unsere Habseeligkeiten sicher unterzubringen. Unsere Suche blieb jedoch erfolglos, obwohl es an Hotels nur so wimmelte, diese aber bei weitem unser Budget überstiegen. Während wir so durch die Straßen zogen, zogen wir auch einige dunkle Gestalten an, die es offensichtlich auf unser Geld abgesehen hatten, also ging es zur ersten Adresse zurück, um unsere Sachen zu verstauen.
Unsere Schlafplätze auf Labuan.
Die wichtigsten Dinge, wie Portmonaise, Handy und Reisepass, in den Hosentaschen gingen wir zum nächst gelegenen Inder was essen. Ratet mal was es anstelle des bestellten gab - Mee Goreng
, schon wieder. Also auf ein Neues, vielleicht hatten sie hier das Mee Goreng ja neu erfunden und es in eine Delikatesse verwandelt?! War aber nicht der Fall! Weil die Insel nicht sonderlich viel zu bieten und die meisten Läden bereits geschlossen hatten, betteten wir uns frühseitig nieder.
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