Einmal mehr begrüßten wir den neuen Tag in aller Herrgottsfrühe. Etwas gerädert von der unangenehmen Nacht im Freien machten wir uns nach dem Frühstück bereit für den eigentlichen Headhunters Trail in Richtung Kuala Terikan.
Auch wenn die Zeiten der Kopfjäger schon längst vorbei sind, begann unser Abenteuer um 8:30 Uhr des 25.12.2007 mit dem 11,2km langen Marsch durch den Dichten Regenwald bis zur Grenze des Gunung Mulu Nationalparks. Vor etwa 100 Jahren, als die Kopfjagd in Borneo noch verbreitet war, zogen Krieger aus dem Baram-Tal am Fuße der Kalksteinberge von Mulu vorbei in das fruchtbare Limbang-Tal und griffen Langhäuser der Murut und der dort siedelnden chinesischen Bauern an. Mit ihren Kriegsbooten fuhren sie den Melinau River hinauf bis zur Melinau-Schlucht. Dort kamen sie mit ihren Booten nicht mehr weiter und mussten die schweren Holzkanus drei Kilometer über Land ziehen, bis sie zum Oberlauf des Terikan, einem Zufluss des Limbang, wieder auf befahrbares Gewässer stießen. Da heute zum Glück keine Boote mehr getragen werden müssen, ist die 11,2km lange Strecke zu Fuß in etwa vier Stunden zu bewältigen, wir brauchten aber nur 3
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Wie Robin schon am Abend zuvor bei einer Tasse Jagertee verlauten ließ, wurde es richtig schön matschig, was meiner Schuhwahl natürlich in die Karten spielte. Ein niederländisches Päarchen machte sich etwa 15 Minuten vor uns auf denselben Weg und wenig später hatten wir beide eingeholt, konnten aber nicht vorbei, da der Pfad zu schmal war und sie nicht daran dachten uns passieren zu lassen. Erschwerend kam hinzu, dass sie ihrem Guide 2 Durianfrüchte tragen ließen und diese stinken wie Hulle. Nach einem freundlichen Hinweis auf unsere Topform ließen sie uns dann doch überholen und wir konnten unser Tempo vom Vortag bestätigen, kleiner Unterschied war diesmal nur, dass Robin dran bleiben konnte.
Der Morgentau am Camp 5.
Das gesamte Camp 5.
Wie man sieht, sieht man keinen direkten Weg. Der Kerl in "Hotpants" ist übrigens unser Guide Robin.
Etwas verwackelt, aber es spiegelt unsere Panther ähnliche Schnelligkeit wieder
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Die oben gezeigte Brücke mussten wir noch überqueren bis wir eine kleine Pause auf halber Strecke einlegten. In unmittelbarer Nähe befindet sich die sogennate Chinese Cave, wo vor einigen Dekaden eine Gruppe chinesischer Händler aufgrund von Hochwasser umgekommen sind. Am Rastplatz trafen dann auch wenig später unsere holländischen Freunde samt Durianfrucht ein, die daraufhin sofort aufgeschnitten und vertilgt wurde. Ein Fest für Geschmacksnerven und Geruchsgang, ersteren habe ich mir bisher erspart.
Dies ist die Durianfrucht, welche auch Stinkfrucht genannt wird. Sie gilt bei den Einheimischen als Delikatesse, denn wenn sie gerade frisch gepflückt ist, soll sie wohlriechend sein und einen Vanillegeschmack haben. Wenn sie jedoch schon einige Tage herumliegt entwickelt sie einen unerträglichen Gestank, etwa gleichzusetzen mit dem Geruch von faulen Eiern oder Kot.
Vom Rastplatz waren es dann nur noch 6km bis Kuala Terikan und außer ein paar Blutegeln am Bein verlief die weitere Wanderung ohne große Vorkommnisse und ohne Tiersichtungen
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DschungelVans und 6 Euro Armeestiefel.
Am Ende des Headhunter Trail angekommen, wurden wir vom Chief des Langhauses empfangen, in welchem wir die kommenden zwei Tage verbringen und Weihnachten mit den Iban feiern sollten. Der Chief war der Vater von Larry, bei dem wir unseren Trip gebucht hatten und als selbiger stellte er sich auch vor:"Hello, I'm Larry's father!". Nach einer kurzen Pause ging es dann per Boot weiter zur letzten Verpflegungsstation des Parks, den wir wenig später auf dem Wasserweg verließen.
Ab ins Boot und weiter gings!
Anfahrt zur letzten Verpflegungsstation des Parks.
Einige Stromschnellen machten die Fahrt im motorisierten Langboot zum riesen Spaß.
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